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Dienstag, 9. Dezember 2014

Was ich an Linden so mag - Weihnachtsmarkt am Lindener Turm

Hannovers niedlichster Weihnachtsmarkt

Letztes Wochenende habe ich den Weihnachtsmarkt am Lindener Turm besucht. So gemütlich und familiär ist wahrscheinlich kein anderer Weihnachtsmarkt in Hannover. An den Adventswochenenden (ab Freitag) ist der Markt geöffnet. In sieben kleinen Hütten wird liebevoll Selbstgemachtes angeboten. Die Aussteller in den Hütten wechseln zu jedem Wochenende. Übrigens: Statt einer einer Standgebühr spenden die Aussteller für einen guten Zweck. In diesem Jahr ist es die Stiftung Linerhaus.

Besonders für Familien lohnt sich der Weg: Kein Konsumterror, keine volltrunkenen Firmengruppen oder üblicher Weihnachtsnerv. Dafür Lagerfeuer mit Stockbrot braten, basteln im Hexenhäuschen, Wunschzettelleine, Kinderschminken am Freitag…

Infos auf der Webseite vom Lindener Turm mit Flyern zu Programm und Ausstellern.

Hier noch ein paar Impressionen von meinem Rundgang:



Ich habe mich von den charmanten Strick-Damen zu Mütze und Loop verführen lassen. Und, steht's mir?

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Sanierung des Fössebads - die unendliche Geschichte

Wir sind Fösse - mehr als nur die Geschichte unseres Bades
Foto: Achim Brandau, www.linden-entdecken.de

“Wir sind Fösse” 

Der Förderverein Fössebad e. V. hatte am Donnerstag zur Vorstellung seiner Broschüre “Wir sind Fösse” ins Fössebad geladen. Geladen war auch die Stimmung im Raum.

Nach dem Rückblick auf die 175jährige Geschichte des Fössebades versuchte das Podium einen Ausblick auf die Zukunft des Bades. Erschienen waren die beiden sportpolitischen Sprecher der regierenden Ratskoalition, Peggy Keller von der SPD und Mark Bindert von den Grünen. Die Kurzfassung: Nichts Genaues weiß man nicht.

Samstag, 16. August 2014

Aufgetaucht: Das Fössebad ist wieder da

Unterwasserfoto von tauchendem Jungen. Foto von Rafal Makiela
Foto: Rafal Makiela www.makiela.com

Wiedereröffnung Fössebad am 18. August

In der ersten Augusthälfte war das Fössebad wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Ich konnte schon mal einen Blick riskieren: Es hat sich gelohnt. Vor allem ist damit die "Trockenzeit" für Linden endlich wieder vorbei.

Eine Sommer-Oase für Hannovers Westen 

Liegewiese am Fössebad
Traumhafte Liegewiese am Fössebad
Ich wünsche mir noch einen schönen waren (Rest-) Sommer: Dann lässt es sich herrlich in der Halle des Fössebades schwimmen und anschließend auf der traumhaften Liegewiese sonnen und entspannen. Das ist noch besser als Urlaub auf Balkonien. Und das Beste am Ganzen: Die Liegewiese ist tiptop sauber, keine Scherben, kein Hundedreck! Wer sich auf Hannovers Grünflächen sein Plätzchen sucht, weiß diesen Vorteil zu schätzen.

Noch ist die Wiese am Fössebad ein Geheimtipp. Es ist also massig Platz und angenehm ruhig hier. Aber im Sinne des Fössebades können ruhig noch mehr Lindenerinnen und Lindener diese kleine Sommeroase entdecken.

Sonntag, 25. Mai 2014

Pfandkiste: Die Politik ist schon daneben

Pfand gehört daneben – Verwaltung und Politik sind es schon 

Foto: Linden entdecken
http://bit.ly/1ihuzru
Die eigentliche Schande ist, dass in einer der reichsten Volkswirtschaften der Welt Menschen darauf angewiesen sind, ihren Unterhalt durch Flaschensammeln aufzubessern.

Flaschensammeln ist zwar nur Armutsbewältigung (statt Armutsbekämpfung) aber immerhin. So gesehen sollte man die Initiative "Pfand gehört daneben" unterstützen. Zumal die Pfandkisten kostenlos von der Aktionsgruppe angebracht werden. Die Stadt muss keinen Cent dafür bezahlen und den Pfandsammlern wird das Leben wenigstens ein klein wenig leichter gemacht.


Sonntag, 4. Mai 2014

Mein Austritt bei den Grünen: die Wasserstadt Limmer

Modell Wasserstadt
Wie die Wasserstadt Limmer mich zum Austritt bei den Grünen bewegte


Macht's gut und danke für den Fisch


Die Wasserstadt Limmer ist der Tropfen, der für mich das Fass zum Überlaufen bringt: Die Diskussion der Grünen zu den neuerlichen Plänen zeigt mir, dass die Partei nicht mehr der Resonanzboden für meine sozialpolitischen Positionen ist. Die Diskussion zeigt mir ebenso, dass wir nicht das gleiche Verständnis von einer verbindlichen und konkreten Politik haben. Ich bin aus der Partei der Grünen ausgetreten.
An zwei Punkten will ich meine Entscheidung erklären:

Montag, 13. Januar 2014

Was ich an Linden so mag - Das Wort zum Sonntag

Foto: © md-protestfotografie @ flickr
Pfarrer Beck spricht über unseren Stadtteil Linden:

Das Erste Mediathek [ARD] - Pfarrer Wolfgang Beck über "Sprache ist verräterisch" - Video zur Sendung Das Wort zum Sonntag - Samstag, 11.01.2014 


Und er spricht mir aus dem Herzen wenn er sagt:
"Die Einteilung der Zuwanderer in brauchbare und nicht brauchbare Menschen, ist verräterisch. Dringend benötigte Pflegekräfte, Facharbeiter oder Ingenieure werden schon seit einiger Zeit ganz selbstverständlich integriert. Wer aber gleich nach einem möglichen Nutzen der Menschen für Arbeitsmarkt und Wirtschaft fragt, wird den Menschen nicht gerecht. Wer das betreibt, gerät in Schieflagen, in denen Menschenrechte ihren absoluten Schutz verlieren."
Den ganzen Text gibt es hier auch noch mal zum Nachlesen.

Nur schade, dass ARD, ZDF usw. auf Betreiben der "Qualitätspresse" ihre Inhalte nach einer gewissen Zeit wieder vom Netz nehmen müssen. Also bitte nicht wundern, wenn die Links eines Tages ins Leere laufen.

Hier können Sie über die Lindener Solidarität nachlesen, was ich vor ein paar Tagen dazu geschrieben habe.

Donnerstag, 9. Januar 2014

Gehen Hannovers Bäder baden?

Einladung zur Diskussion im Fössebad
Mittwoch 15. Januar 2014 um 19 Uhr

Schwimmhalle Fössebad
Das Fössebad: Ein Brennglas für die Probleme der Bäder in Hannover. 

Die Bürgerinnen und Bürger in Hannover stehen vor der Wahl: Was soll mit ihren Bäder passieren? Welche Schwimmangebote wollen wir in Zukunft nutzen? Die Diskussion am 15.01.14 um 19 Uhr im Fössebad ist ein Versuch, die Perspektiven auszuloten. Der nachfolgende Text ist die etwas ausführlichere Fassung eines Beitrags im Lindenspiegel dieser Woche. 

Freitag, 27. Dezember 2013

Was ich an Linden so mag - Folge 6

Schaufenster der Lindener Bäckerei in der Ungerstraße 20, Linden
In Linden gibt es noch echte Bäcker. Ich meine, Bäckereien, die noch eine eigene Backstube hinter dem Laden haben. Die eben nicht zu einer Bäckereikette gehören oder sogar nur noch so genannte Teiglinge fertig backen.

Und zum Glück haben solche Bäckereien hier in Linden noch ihr Publikum. Hier zum Beispiel die "Lindener Bäckerei" in der Ungerstraße. Auf dem Weg zum nahe gelegenen Wochenmarkt am Pfarrlandplatz kaufe ich hier samstags gerne meine Brötchen.

Sonst kenne ich in Linden nur noch die Bäckerei Jeske an der Bethlehemkirche als "Einzel-Bäckerei". Die liegt nur leider nicht an meiner regelmäßigen "Jagdroute", aber testen werde ich die bestimmt auch noch.

Die Lindener Bäckerei hat ein überschaubares Sortiment, aber dafür immer lecker und frisch. Hier kann man auch drinnen sitzen und ein Frühstück oder Kuchen bei einer Tasse Kaffee genießen. Sogar "Kaffeestreifen" gibt es hier noch. Zumindest den Älteren unter uns werden noch wissen was Kaffeestreifen sind ;-)

Hoffentlich bleibt uns diese traditionelle, handwerkliche Bäckerei noch lange erhalten. Denn die Lindener Backstube am Pfarrlandplatz – ebenfalls eine "Solo-Bäckerei" – musste schon vor einiger Zeit schließen.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Was ich an Linden so mag - Solidarität nicht nur zur Weihnachtszeit

Anzug auf einem Bügel an der Hauswand zum Mitnehmen
Nachhaltig denken. Und an seine Mitmenschen denken. Das kann im Kleinen so aussehen wie nebenan im Foto. Ein Anzug, gut erhalten auf dem Bügel. Zum Mitnehmen. Für Menschen die einen Anzug brauchen können aber vielleicht gerade das Geld dafür nicht haben. Daneben noch etwas Krimskrams, auch zum Mitnehmen. Für die, die es brauchen. Einfach so.

Solche kleinen "Gabentische" sehe ich häufig auf meinen Wegen in Linden. Mal Kleidung, mal Möbel, Küchengeräte, dies und das.

Im Großen zeigt sich die Lindener Solidarität an unserem Flüchtlingsheim in der Deisterstraße. Natürlich leben in Linden nicht nur "Gutmenschen" – was für ein Wort. Zumindest eine Person hat im Vorfeld versucht Ängste zu schüren und gegen das Flüchtlingsheim zu agitieren. Aber so was zieht hier in Linden zum Glück nicht, so was fällt hier übel auf.

Während anderenorts Flüchlingsheime zu aufgeregten Debatten führen, hat sich hier sehr schnell die Initiative "Flüchtlingshilfe D33" zusammengefunden. Der letzte Spendenaufruf musste sogar erst mal gestoppt werden, weil die Initiative nicht mehr wusste wohin mit den vielen Spenden.

Ein fettes Dankeschön an alle Mitmenschen in Linden für ihre Solidarität, ganz besonders der Initiative "Flüchtlingshilfe D33" und ihrem Organisator Uwe Horstmann, der die Hilfe für unsere Flüchtlinge koordiniert.

Update: Die Solidarität in Linden hat Eingang in "Das Wort zum Sonntag" gefunden.

Samstag, 21. Dezember 2013

Was ich an Linden so mag - Weihnachtsmarkt auf dem Küchengarten




Der Weihnachstmarkt in Linden auf dem Küchengarten: Erfrischend anders, wie sollte es in Linden auch anders sein. Weihnachtliche Stimmung, wirklich originelle Geschenke, Stände und Aktionen für einen guten Zweck. Und es gibt handgemachte Musik aber garantiert kein "White-Christmas-Pling-Plong-Dauerdudel" oder Jingle Bells bis zum Hörsturz.

Während ich auf dem Weihnachts-Ballermann vor dem Hauptbahnhof sogar "heißen Caipirinha" entdecken musste (W!T!F!) verwöhnt auf dem Lindener Weihnachtsmarkt der Kaffeeröster meines Vertrauens die Gäste mit leckerem Lumumba. So muss das!

Die Initiative LindenGut e. V. hat sich wirklich ins Zeug gelegt. Dafür ein herzliches Dankeschön und im nächsten Jahr hoffentlich wieder. Der Markt geht noch bis Sonntag. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.

Montag, 2. Dezember 2013

Was ich an Linden so mag - Folge 3

In Linden und Limmer geht es korrekt zu. Genauer, was mich heute so gefreut hat: Das Dinkel-Saftbrot ist wieder günstiger geworden.

Die Geschichte ist die: Das Dinkel-Saftbrot von Doppelkorn ist mein absolutes Lieblingsbrot. Die anderen Brote hat ein Bekannter mal als "gebackene Depressionen" bezeichnet. Da sage ich jetzt nichts zu.

Jedenfalls war seit einiger Zeit das Dinkel-Saftbrot - und auch alle anderen Dinkelbrote, -brötchen und Backwaren mit Dinkel drin - teurer geworden. Weil der Dinkelpreis gestiegen ist. Und heute fällt mir auf, mein Lieblings-Dinkelbrot ist wieder billiger geworden (aktueller Preis jetzt 3 € das Stück, um genau zu sein). "Weil die Dinkelpreise wieder gefallen sind." sagt mir die freundliche Verkäuferin.

Das finde ich gut, wenn Vergünstigungen prompt an die Kunden weitergegeben werden. Wo gibt es das sonst noch…

Donnerstag, 28. November 2013

Werden die Bezirksräte in Hannover noch ernst genommen?

Hannover hat 2013 Schluss gemacht
Screenshot hannover.de 27.11.13 ca. 23 Uhr
Ganz Hannover diskutiert über den Haushaltsplan 2014 der Stadt, der am 21. November in den Rat eingebracht wurde. Ganz Hannover? Nein, die Bezirksräte (noch) nicht, denn der Haushalt liegt ihnen (noch) nicht vor.

In der "guten alten Zeit" leisteten die Boten des Rathauses im Herbst Schwerstarbeit, wenn sie dicke Pakete mit Aktenordnern an die Ratsherren und -frauen sowie die Bezirksräte verteilten: die Haushaltspläne für das nächste Jahr. Einige Hundert Seiten, die es dann durchzuarbeiten galt.

Irgendwann hielt aber auch in unserer Landeshauptstadt modernere Technik Einzug: Den Haushalt gab es nun als Pdf auf CD-ROM und nur noch auf Anforderung gedruckt im Aktenordner. Inzwischen bekommt man als Mitglied eines Bezirksrates nur noch eine lapidare Mitteilung, man solle sich den Haushaltsentwurf irgendwo runterladen. Selbst die CD mit den Daten gibt es nur noch auf ausdrückliche Einzelanforderung.


Sonntag, 27. Oktober 2013

Fössebad darf nicht sterben

Foto: Fössebad
Am 21. Oktober war es so weit: Der erste Teil des mehr als überfälligen Bäderkonzeptes für die Landeshauptstadt Hannover wurde im Sportausschuss vorgestellt. Erstaunlicherweise wurde Vorstellung nicht in der Online-Version der Tagesordnung angekündigt sondern nur in der gedruckten Fassung (die nur die Mitglieder des Ausschusses erhalten). Mein erster Eindruck: die vorgelegte Analyse liest sich wie ein bezahlter Auftragsmord.

Nach den ersten beiden Teilen der Analyse ist eher mit einer Verschlechterung des Bäderangebotes in Hannover zu rechnen. Und wer solche Drucksachen zu lesen versteht erkennt schnell: Das Fössebad ist einer der ersten Kandidaten für eine Schließung. 

Was wir jetzt dringend brauchen ist der Bürgerwille und ein politischer Entschluss, das Fössebad zu erhalten, die Bäderszene in Hannover zu verbessern und nicht Bäder zu schließen. 

Sonntag, 6. Oktober 2013

Tote Hose im Freizeitheim Linden während der Wahl

Tote Hose im Freizeitheim Linden
Nein, hier geht es nicht um die unterirdische Wahlbeteiligung  bei der Stichwahl zum Oberbürgermeister in Hannover am 06.10.13. Es geht um die Gastro im Freizeitheim die auch diesmal - wie schon bei der Bundestagswahl am 22.09.13 - einfach geschlossen hatte.

Im Bezirksrat machen wir uns Sorgen um die Zukunft des Freizeitheims. Ganz besonders, nachdem die Bibliothek leider endgültig geschlossen wurde. Deshalb wurde vom Bezirksrat Linden-Limmer die AG Freizeitheim wiederbelebt. In der AG wollen wir uns erneut Gedanken machen, mit welcher Konzeption und mit welchen Inhalten das Freizeitheim zukunftsfest gemacht werden kann. Die Reaktion der Verwaltung ist allerdings sehr zurückhaltend.

Dabei müssen wir uns auch überlegen, wie es mit der Gastronomie weitergehen soll. Leider existieren hier - wie zu erfahren war - langfristige Pachtverträge. Leider deswegen, weil die Verpachtung einem grundsätzlichen Neuanfang im Wege steht. Das wäre alles nicht so schlimm, wenn die Bewirtschaftung nicht auch immer wieder Anlass zur Kritik gegeben hätte: Die Öffnungszeiten sind dünn, die Zuverlässigkeit nicht befriedigend.

Das die Gastronomie an den beiden Wahltagen geschlossen hatte nehme ich auch als Hinweis, dass die Betreiber kein allzu glückliches Händchen haben. Schon aus Gründen der Eigenwerbung wäre hier ein gastliches Angebot wichtig gewesen. Schade um die verschenkten Chancen.

Dienstag, 23. Juli 2013

Linden soll grüner werden

Ortsbegrünung: Fail
Der Wahlkampf hat begonnen. Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautete, wollen die Grünen mit einer besonders raffinierten Werbekampagne um Stimmen kämpfen. Offensichtlich muss aber noch an den Details der Kampagne gearbeitet werden.

Samstag, 6. Juli 2013

SPD in Linden wieder stärker

SPD Grigio - Spuren eines Steinbrück-Wählers in Linden-Nord
Entdecke ich doch neulich auf dem Heimweg diese leere Flasche Pinot Grigio, sicherlich nicht unter 5 €. Das ist erstens ein Beleg für die zunehmende Gentrifizierung hier im Stadtbezirk und zweitens mit Sicherheit die Spur eines Steinbrück-Fans. Vielleicht ist es sogar ein Hinweis auf eine bevorstehende Grün-Rote Koalition im Bezirksrat Linden-Limmer. Schließlich handelt es sich ausweislich des Etiketts um einen Bio-Wein. Die SPD wird also wieder stärker hier und nähert sich den Grünen an – eine Flasche mehr für die SPD.

Und nein, es ist keine Anspielung auf den Übertritt eines Linken zur SPD oder das sie Politik macht, "wie Flasche leer". ;-)

Soviel für heute zum Thema Sommerloch.

Donnerstag, 30. Mai 2013

Was ich an Linden so mag

Bepflanzte Baumscheibe in Linden (Hannover) in der Pestalozzistraße
 Diese beiden bepflanzten Baumscheiben habe ich kürzlich in der Pestalozzistraße entdeckt. Nachdem die Straße von der Stadt saniert und neu gestaltet wurde, nehmen die Anwohner sie wieder "in Besitz".

Besonders gefällt mir die Idee mit den aufgehängten Blumentöpfen. So was habe ich andernorts noch nicht gesehen. Für mich ist das wieder ein kleiner Hinweis, auf die sympathische "Eigenartigkeit" der Lindener. Das mag ich so an Linden.
Bepflanzte Baumscheibe in Linden (Hannover) in der Pestalozzistraße

Linden, die Gewalt und der Zivile Ungehorsam - Folge 1

Demolierte Scheibe denn's Biomarkt Limmerstraße
Ein Gespenst geht um in Linden-Limmer: Der Zivile Ungehorsam. Steine fliegen in drei Schaufenster von denn's Biomarkt und die Grünen sind schuld. Alles verstanden? Also: Die Steine sind tatsächlich geflogen. Dass die Grünen daran schuld sind, behaupten eigentlich nur die hiesige SPD, CDU und ein selbsternannter Bezirks-Publizist. Als Aufhänger missbrauchen sie eine Resolution der Grünen Fraktion, in der wir uns klar gegen Gewalt aber für aktive Bürgerbeteiligung ausgesprochen haben. Unter besonderer Berücksichtigung des Zivilen Ungehorsams. Die Grüne Resolution – übrigens ohne Gegenstimme im Bezirksrat verabschiedet – ist so eindeutig formuliert, dass man sie nicht missverstehen kann (hier die "Resolution für eine aktive und friedliche Beteiligungskultur" im Wortlaut). Wer hier einen Aufruf zur Gewalt hineininterpretieren will, der muss schon grob vorsätzlich die Wahrheit verdrehen.

Eine Resolution frisst ihre Eltern?

Diese absurde Konstellation hat ihre Vorgeschichte in der brodelnden Diskussion um die Verdrängung eingesessener Mieter, Wohnungsmangel und Gentrifizierung. Zu diesem Thema werde ich mich noch mal gesondert äußern. Hier erst mal nur so weit: Diese Diskussion um Resolutionen, Zivilen Ungehorsam und Gewalt ist ein Ableger daraus.

Was bisher geschah

Im Umfeld der Diskussion über Wohnungsmangel und Verdrängung ist es zu Hausbesetzungen, Farbbeutel- und Steinwürfen gekommen. Auf dem Höhepunkt des Landtagswahlkampfes, im Januar 2013, sah die CDU die Gelegenheit gekommen, publikumswirksam zu punkten und lancierte in der Januarsitzung des Bezirksrates eine "Resolution für gewaltfreien Protest" (hier die CDU-Resolution im Original). Die Resolution verbindet Selbstverständlichkeiten mit einem unterschwelligen Generalverdacht gegenüber den Bürgern Linden-Limmers im Allgemeinen und einigen Mitgliedern des Bezirksrates im Besonderen. Zum Schluss stellt die CDU-Resolution noch eine ganz unglückliche Verbindung mit der Nazi-Zeit her.

Das Dilemma: So war die Resolution der CDU nicht zustimmungsfähig. Andererseits: Wäre dieser Aufruf abgelehnt worden, weil er nur Selbstverständlichkeiten repetiert, wäre genau dies zu einer Ablehnung von Rechtsstaat und Gewaltfreiheit umgedeutet worden. Die einzig vernünftige Lösung, ein formaler Beschluss auf Nichtbefassung des Antrages, wurde von der SPD vereitelt, die sich mal wieder mit der CDU gemein machte.

Also blieb nur der Ausweg, die CDU-Resolution zunächst auf die nächste Sitzung zu vertagen und dann dort durch eine tragfähige und auch Sinn stiftende "Resolution für eine aktive und friedliche Beteiligungskultur" zu ersetzen.

Hoffnung auf ein Happy End?

Die neue Resolution wurde dann auch ohne Gegenstimme im Bezirksrat angenommen. Aber ist die Kuh damit auch vom Eis? Keinesweg – Fortsetzung folgt…

Freitag, 5. Oktober 2012

Am Bahnhof vorbei – Verschlimmbesserung für die Linie 10

Montag, 2. Juli 2012

Schlafzimmer Linden

Direkt gegenüber vom Wohnzimmer Linden, wird gerade das Schlafzimmer eingerichtet. Oder es liegt einfach nur daran, dass die Matratzen nicht in den Papierkorb passt. Wieder so eine Bettgeschichte.